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Ganz subjektiv ... Sind wir Jäger eigentlich noch zu retten? Wir lernen für eine sehr schwere Prüfung, investieren viel Geld in diese Ausbildung. Wir übernehmen Verantwortung in der Natur, pachten vom Grundeigentümer ein Revier, das auch wieder Geld kostet. In den meisten Ländern muss der Revierinhaber dafür auch noch Jagdsteuer zahlen. Wir zahlen die Jagdscheingebühr und die Jagdabgabe. Wir ziehen auf eigene Kosten Wildzäune zur Wildschadensverhütung. Wenn wir nicht verhindern konnten, dass Wild bei den Bauern zu Schaden ging, müssen wir auch das mit zum Teil beachtlichen Summen bezahlen. Wir sind jede freie Minute in unseren Revieren, krempeln die Ärmel hoch und arbeiten hart, legen neue Biotope an. Das Geld für die Bepflanzung und teilweise auch das Land, das wir dafür zur Verfügung stellen, bringen wir selbst mit ein. Zeit zum eigentlichen Jagen – da drückt die Pflicht der Abschussplanerfüllung(!) – bleibt oft nur wenig. Wir züchten und bilden Jagdgebrauchshunde aus, die allen jagdlichen Anforderungen gerecht werden. Das kostet Zeit, Mühe und nicht eben wenig Geld. Diese Hunde halten wir auch für jeden Bürger für die Nachsuchen auf angefahrenes Wild vor – kostenlos. Bei diesen oft stundenlangen Nachsuchen riskieren wir nicht selten das Leben unserer vierbeinigen Jagdkameraden. Weiter stellen wir nach einem Wildunfall – bislang – kostenlos Schadensmeldungen an Autofahrer für deren Versicherungen aus. Und trotz all unseres Einsatzes macht man uns streitig, dass wir Naturschützer und Tierschützer sind. Weil es unter den Jägern, wie in allen menschlichen Gruppierungen, „Schwarze Schafe“ gibt, wird der Stab gleich über alle Jäger und Jägerinnen gebrochen. Wir müssen uns als Störfaktor Nummer Eins in den Revieren bezeichnen lassen. Jogger, Mountainbiker, Pilzsammler, Crossfahrer, Erholungssuchende, Wanderer – sie alle zählen nicht. Last not least werden wir als trophäensüchtig abgestempelt. Trophäenkult, der angeblich die einzige Motivation für unser Tun sein soll. Die starke Trophäe ist doch das stolze Ergebnis einer guten Hege in einem intakten Umfeld, die Ernte, auf die jeder Jäger nach harter und intensiver Arbeit wirklich stolz sein kann und über die er sich von Herzen freuen darf. Feindbild Jäger, der alles bezahlen und in der Natur arbeiten soll, aber das WIE, das wissen andere besser! Weil wir „so unfähig sind“, muss man uns vorschreiben, was und wie wir was zu machen haben. Keiner von uns hat für die geleisteten Arbeiten die Hände beim Staat aufgehalten, wir haben all unser Geld, unsere Arbeitskraft und unsere Motivation nicht zu Lasten anderer mit eingebracht. Das mögen doch bitte diejenigen, die heute nur viel, groß und schlau daherreden, erst einmal über so viele Jahre selbst leisten.
P.S.: Ich bin dafür dass alle Naturschutzverbände sich an den Kosten der Wildschäden zu 100% beteiligen. Nicht nur immer schlau daherreden, sondern auch mal was bezahlen. Es ist nicht einzusehen warum Jäger + Revierpächter immer und für alles bezahlen sollen. . |
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